Mediation auf Rezept?

  • In unserer Gesellschaft werden viele immer älter
  • Wir wünschen uns Selbstständigkeit bis ins hohe Alter
  • Wir wünschen uns, die für uns passende Unterstützung

TelefonbuchKS 600Dies gelingt uns dann am besten, wenn wir einerseits formal vorsorgen und andererseits frühzeitig mit der Familie bzw. den vertrauten Menschen in unserer Umgebung über unsere Wünsche für die Zukunft und mögliche Situationen sprechen.

Wenn eine schwierige Lebens-Situation eintritt, ist es eine große Unterstützung für Angehörige und andere Vertrauenspersonen, wenn es dafür bereits abgestimmte Pläne und formulierte Wünsche gibt. Der Anlass über solche Themen miteinander ins Gespräch zu kommen,  kann eine Alltags-Situation sein. 

Wenn eine Erkrankung oder das Altwerden an sich zu ersten Einschränkungen oder erhöhten Risiken im Alltag führen, gibt es häufig Probleme in der Kommunikation. Eltern tun sich schwer, ihren gewohnten Alltag zu verändern, Einschränkungen in Kauf zu nehmen und Unterstützungsleistungen anzunehmen.

Kinder versetzt es oft in Stress, wenn sie realisieren, dass ihre Eltern nicht mehr so leistungsfähig sind wie sie immer waren. Gesundheitliche Einschränkungen und hohes Alter verursachen Fürsorge, die oft (noch) nicht gewünscht ist. Dies kann zur Entwicklung von Konflikten führen. In diese Konflikte können mehrere Menschen mit ihren ganz individuellen Sichtweisen und Eigenarten involviert sein: Es sind oft beide Eltern, manchmal mehrere Kinder, Schwiegerkinder, Enkel, Geschwister der Eltern, aber auch andere Personen aus dem Umfeld. Die erwachsenen Kinder sind oft schon selbst Großeltern und im Rentenalter.

  • Wie ist es nun möglich, entspannt und in Ruhe miteinander zu sprechen?
  • Wie kann das Autonomie-Bedürfnis der Eltern und die Fürsorge der Kinder bei Veränderungen im Lebensumfeld für beide Seiten angemessen berücksichtigt werden?
  • Welche Unterstützung könnte zu den jeweiligen Personen und ihren Bedürfnissen passen? Wo sind in dem komplexen Sozialsystem professionelle Ansprechpartner/innen zu finden?
  • Welche Veränderungen kommen perspektivisch in Frage?
    Was ist der passende nächste konkrete Schritt?

Sind solche Gespräche Mediation? Gibt es dafür ein Rezept, wenn es für die Gesundheit der Beteiligten hilfreich ist? Wo gibt es diese Hilfe? Wer sind die Parteien (Medianden)? Wer erteilt den Auftrag?

In meinem Kurzvortag gehe ich auf diese Fragen ein und erläutere an Beispielen aus dem Alltag, wie vielschichtig die Themen sind und wie gute Lösungen für die Beteiligten und für die Gesellschaft gefunden werden können.


HIER Anmeldung zum Vortrag am 18.06.21 um 19:00 Uhr oder am 19.06.21 um 12:00 Uhr am Tag der Mediation 2021